Atlantik-Querung per Ruderboot – Weltkärntnerin rudert von den Kanaren zur Karibik!
Verein WELTKÄRNTNER
Weltkärntnerin Anima Willi ist CEO der Physio Anima Sana GmbH in Luzern/ Schweiz. In diesem Jahr wird sie in ein ganz besonderes Abenteuer starten – im Ruderboot von den Kanaren bis in die Karibik! Im Rahmen des «World`s Toughest Row».
Die 28-jährige Weltkärntnerin Anima Willi stammt aus Maria Rain, hat den Bachelor of Science in Physiotherapie, studierte an der Fachhochschule Südschweiz SUPSI, ist zertifizierte Sportpsychologin und seit 2024 selbstständig mit eigener Praxis in der Metropolregion Luzern.
Für Dezember 2026 peilt die junge Weltkärntnerin ein spezielles, wie höchst herausforderndes Abenteuer an: In einem 4-köpfigen- Frauenteam wird Anima Willi per Ruderboot den Atlantik queren! Damit ist sie die zweite Österreicherin und erste Kärtnerin, die dieses Vorhaben startet!
Von La Gomera bis Antigua
In einem Zeitraum von etwa 4 bis 6 Wochen wird die Atlantik-Querung erfolgen; von La Gomera/ Kanarische Insel/ Spanien bis Antigua/ Karibik. 3.000 Meilen offener Atlantik.
Praktisch soll das Projekt im 4-köpfigen Team im “2 Stunden Takt erfolgen”- also 2 Stunden rudern, 2 Stunden Pause und nie mehr als 90 Minuten Schlaf am Stück. Verpflegung am Boot/ 4.000 Kalorien pro Tag pro Person. Dabei ist das Team sämtlichen Naturgewalten ausgesetzt; es wird auch kein Beiboot geben.
Fix wird übrigens die Schweizer Flagge gehisst – der Großteil der Sponsoren kommt aus Anima Willi´s Wahlheimat, der Schweiz. Sollten noch österreichische Sponsoren hinzu kommen, wäre natürlich auch Platz für die österreichische Flagge!
Mehr Infos auf Anima Willis Website:
Anima Willi hat uns ihre Gedanken & Gefühle zu diesem unglaublichen Projekt zur Verfügung gestellt - vielen herzlichen Dank!
Anima Willi: Vier Frauen, ein Boot und 3.000 Meilen offener Atlantik. Im Dezember 2026 stellen sich die Seabirds einer der härtesten Herausforderungen der Welt: dem World’s Toughest Row. In zwei-Stunden-Schichten, Tag und Nacht, rudern sie von La Gomera bis in die Karibik – über Wochen hinweg, ohne Begleitboot, mitten durch Wind, Wellen und Schlafmangel.
Organisation, Durchhaltevermögen und körperliche Stärke
Doch hinter diesem Abenteuer steckt weit mehr als nur Rudern. Hier geben sie Einblick in das, was hinter den Kulissen eines solchen Projekts passiert: Wie aus vier Fremden ein Team wird, wie Vertrauen und Kommunikation unter extremen Bedingungen entstehen und warum dieses Projekt genauso viel Organisation, Lernen und Durchhaltevermögen verlangt wie körperliche Stärke.
Stürmische See, meterhohe Wellen, Regen prasselt in mein Gesicht, der Wind pfeift uns um die Ohren." Hast du Bock?“ reisst es mich aus meinen Gedanken. Die Vorstellung daran sollte mich eigentlich abschrecken. „Ja fix!“ ist meine Antwort.
Es kommt mir vor, als wäre dieses Gespräch mit unserem Projektmanager Cam erst gestern gewesen. Das liegt jetzt aber bereits 2 Jahre zurück. Was in der Zeit alles passiert ist, ist unvorstellbar. Fangen wir aber damit an, um was es überhaupt geht.
Kurz: Im Dezember 2026 rudern wir in einem Team von vier Frauen im Rahmen des «World`s Toughest Row» über den Atlantik. Von La Gomera in die Karibik, nach Antigua. Jeweils 2 Stunden rudern, 2 Stunden „Pause“, Tag und Nacht, über 4–6 Wochen (wobei der Begriff Pause relativ ist, denn darin sollen jeweils Hygiene, Schlaf, Essen, Trinken, Toilettengang, etwaige medizinische Versorgung sowie Reparaturen und Instandhaltungen des Bootes Platz finden). Und dies alles auf engstem Raum. Unter ständigem Schlafmangel und Seekrankheit. Wie wichtig dabei ein gut funktionierendes Team ist, ist vorstellbar.
Wichtiges Teambuilding
Kommen wir nun deshalb gleich zum Teambuilding. Wir vier kannten uns nicht, waren uns völlig fremd. Unser gemeinsamer Nenner ist Cam, dessen Ziel nach eigener erfolgreicher Pazifik- & Atlantiküberquerung ist, ein Frauenteam auf die Beine zu stellen und als Mentor zu begleiten. Das Einzige, was wir wissen, ist, dass wir zusammen funktionieren müssen. Entsprechend hoch ist der Druck, als wir uns alle zum ersten Mal live in einem Trainingscamp kennenlernen. Wir sind in England, in Burnham on Crouch. Erstens, um unser Boot beim Bootsbauer abzuholen, zweitens, um die „Sea-Survival“- und Navigationskurse zu absolvieren. Zwei sind von den USA angereist, Sophia und Libby. Anna und ich per Auto aus der Schweiz. Der Druck löst sich und wir finden uns schnell als Team zusammen. Was bei unseren Charakteren vielleicht auch gar nicht so schwierig ist. Denn nur schon der Fakt, ein solches Abenteuer zu starten, verbindet.
Libby – unsere Stand-up Comedian und Recycling-Spezialistin bringt Humor und Witz in unser Team. Dennoch ist sie bei schwierigen Entscheidungen (bei denen ich meist aus dem Bauch heraus entscheiden würde) sehr überlegt und bringt Aspekte ein, auf die ich selbst niemals kommen würde. Sie hat eine gewisse Tiefgründigkeit, von der ich mir bestimmt noch etwas abschauen kann. Zusammen mit Sophia hat sie bereits in der Highschool vorne mitgerudert und 2023 gemeinsam bereits den Pazifik überquert und dabei einen Weltrekord aufgestellt!
Sophia ist nun auch unsere Skipperin. Durch ihre Erfahrung als Ruderin im USA-Nationalkader bringt sie enorm viel Erfahrung ins Team und sie glaubt fest an die Kraft von Gemeinschaft. Ihre Menschenkenntnisse sind einzigartig. Man hat das Gefühl, sie bemerkt jede noch so kleine nonverbale Reaktion und schafft es, es in viel Verständnis gehüllt zur Sprache zu bringen. Sie ist so natürlich und authentisch, wie man nur sein kann und auch sie bringt einen Witz ins Team, ohne den man nicht über einen Ozean rudern will.
Bleiben noch Anna und ich. Da wir beide in der Schweiz wohnen und auch unser Boot, Iron Ore, am Zürichsee liegt, haben wir oft die Möglichkeit, zusammen zu trainieren. Und das kommt uns beiden zugute, denn wir haben beide erst für dieses Projekt mit dem Rudern begonnen. Anna ist unser Brain und hält den Überblick wie keine andere. Ich glaube, ihr Gehirn funktioniert in Excel-Tabellen und ist sortierter als mein Laptop. Dank ihr verpassen wir keine Deadline. Ihr Ziel für dieses Projekt ist, aus ihrer Komfortzone zu treten und ich habe selten jemanden gesehen, der so schnell über sich hinauswächst. Sie mutiert gerade zur absoluten Teamplayerin.
Eigene physische und mentale Grenzen testen
Und wie beschreibt man sich nun am besten selbst? Als allgemeiner Sport- und Gesundheitsfreak bin ich irgendwie in dieses Projekt gerutscht. Vor allem, um meine eigenen physischen und mentalen Grenzen zu testen. Als einzige eher extrovertierte Person im Team (oder auch „social butterfly“, wie sie mich kürzlich nannten), versuche ich stets, Leichtigkeit ins Team zu bringen. Ich liebe es, zu motivieren und sorge gerne für eine „Let’s do this!“-Energie und gute Vibes. Im Vergleich zu den anderen habe ich festgestellt, denke ich nicht bevor ich spreche, sondern wenn dann danach. Und so kommuniziere ich ungefiltert, also sehr ehrlich und direkt.
Wer uns noch besser kennenlernen möchte, sollte uns auf Instagram folgen. Zu sehen ist da zum Beispiel, wie wir uns im Ausdruckstanz beschreiben würden…….
Mittlerweile würde ich sagen, wir kennen uns. Einerseits dank unserer wöchentlichen Meetings, in denen wir unsere Check-ins durchführen, weitere Projektplanung sowie Finanzielles durchgehen oder auch Sponsoren mit im Call haben. Andererseits durch unsere Trainingscamps, wie nun im Mai an, bei dem wir eine Woche auf dem Mittelmeer sind, quasi als Generalprobe, bevor es dann im Dezember auf das große Wasser geht.
Anfangs dachte ich naiv, es würde bei diesem Projekt hauptsächlich ums Rudern gehen. Weit gefehlt.
Was hinter den Kulissen passiert, ist fast ein eigenes Vollzeitstudium: Unzählige E-Mails, Sponsoringanfragen, Vereinsgründung, Kontoeröffnungen, Meetings vor Ort und online, Teambuilding, Talks, Workshops, Eventplanung, Buchhaltung, Trainingsplanung, Navigations- und medizinische Kurs. Und dann kommt noch der technische Teil dazu: Boot, Elektronik, Mechanik, Inventarlisten.
Wir lernen dabei gefühlt alles, was man wissen kann, um mitten auf dem Atlantik nicht plötzlich ratlos vor einem Kabel oder einer Schraube zu sitzen.
Unterstützung durch Sponsoren & Partner willkommen!
Projekte wie diese entstehen nicht alleine. Diese Vorbereitung erfordern auch finanziellen Aufwand. Deshalb sind wir weiterhin auf der Suche nach starken Partnern und Sponsoren, die Lust haben, Teil dieses Abenteuers zu werden und uns auf dem Weg zum Start zu begleiten. Gleichzeitig sind wir sehr dankbar für die Unterstützung von Privatpersonen, die an unser Projekt glauben und einen Beitrag leisten möchten. Jede Partnerschaft, jede Verbindung und jede Spende bringt uns einen Schritt näher an die Startlinie.
Die Learnings sind riesig. Die Vielfalt dieses Projektes unbeschreiblich. Das Potenzial, als Mensch zu wachsen, enorm. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es erst nach dem Atlantik sein wird.
Auf was ich mich am meisten freue?
Auf den Moment, in dem wir uns in La Gomera vom Dock stossen.
In dem unser Traum zur Realität wird.
In dem zwei Jahre harte Arbeit plötzlich nur noch in einem Satz resultieren:
„Jetzt müssen wir nur noch rudern.“
- Anima Willi
Fotos: Anima Willi
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