WK-Treffen 2016

1. WELTKÄRTNER-Treffen mit globalem Blick auf Kärnten

 

Mit einem globalen Blick auf Kärnten zum Zwecke des Wissens- und Erfahrungsaustausches lud die Initiative für Kärnten am 16. November 2016 zum ersten WELTKÄRNTNER-Treffen in das Casino Velden.

 

Als prominenter Gast durfte Dr. Wolfgang Petritsch, Außenpolitikexperte und derzeit Gastprofessor an der Harvard Universität/USA, begrüßt werden. "Das Motto der EU sollte lauten ‚Europa first‘ – was sind unsere Interessen? Wir sind in der globalisierten Welt nicht alleine und müssen lernen, mit Herausforderungen umzugehen. Wir sollten uns als Europäer und im Endeffekt als Kärntner begreifen lernen.“, war eine der Kernaussagen zu Europa von Dr. Petritsch, der die Bedeutung einer EU-Armee als letzten notwendigen Schritt für die EU sieht. "Europa muss endlich als Kontinent handeln, Einigkeit zeigen. Das bezieht sich auf die Sicherheitsfragen, auf die Flüchtlingsthematik samt gelungener Integrationskonzepte. Leider dauert alles in Europa zu lang, das ist eine Schwäche Europas“.

 

Kärnten ist Heimat

Auch zu seinem Heimatland Kärnten äußerte sich Dr. Petritsch: "Für Kärnten ist die Erneuerungsfähigkeit wichtig und die Reflexion, warum es woanders funktioniert. Die moralischen Verurteilungen müssen beendet werden. Stattdessen gilt es, aus Fehlern zu lernen und neuen Mut und Risiko zu fassen. Ganz klar: Der Pioniergeist muss in Kärnten gefunden werden. Dabei spielt auch die Digitalisierung eine große Rolle. Durch die Möglichkeiten der Vernetzung kann Kärnten lokal und gleichzeitig global agieren.“


Zu Dr. Wolfgang Petrik
Für Dr. Wolfgang Petritsch bedeutet Kärnten Heimat. Die starke Bindung zu Kärnten besteht seit seiner Kindheit. Auf einem Bauernhof aufgewachsen, verbrachte Petritsch 20 Jahre seines Lebens in Kärnten. Durch seinen Einsatz beim Wiederaufbau von Bosnien, entwickelte sich Sarajevo zu seiner zweiten Heimat.